@werner_graz

Kapazitätsgrenzen im Grazer Verkehr um 17:00

Als Kapazitätsgrenze bei Straßen bezeichnet man eine maximale Menge a Fahrzeugen pro Zeitintervall die verkraftet werden kann. Wenn diese Grenze erreicht wird (also zu viele Fahrzeuge unterwegs sind) beginnt der Verkehr zu stocken und kommt schließlich zum Erliegen.

Zu beobachten ist dieses Spektakel jeden Tag gegen 17:00 etwa am Schönaugürtel, wenn sich zu der gut ausgelasteten Straße noch eine Straßenbahn gesellt. Und damit ist das Problem des Grazer Verkehrs auch schon in Umrissen beschreiben. Sobald Offentlicher Verkehr und Privatverkehr die selbe Fahrtrasse benutzen blockieren sie sich gegenseitig.

Straßenbahn und Auto blockieren sich gegenseitig

Durch den unterschiedlichen Rhythmus mit dem sich Straßenbahnen und Autos fortbewegen verschärft sich das Problem der fast erreichten Kapazitätsgrenze dramatisch. Durch Haltestellen und unterschiedlich gestaltete Ampelphasen sind Straßenbahnen und Autos denkbar inkompatible Verkehrsteilnehmer um sich eine gemeinsame Fahrtrasse zu teilen.

Es ist keine Überraschung, dass eine stehende Straße vor allem aus volkswirtschaftlicher Perspektive eine Tragödie ist. Ein Ausweg ist also gefragt um die Kapazitätsgrenze weiter zu verschieben.

Minore Optimierungen wie Ampelschaltungen oder Geschwindigkeitsregulierungen sind nur ein Tropfen auf dem heißen Stein und ändern am eigentlichen Auslöser nichts. Fahrtrassen müssen einen homogenen Verkehrsfluss haben um effizient zu sein. Aus dieser Erkenntnis ergibt sich eine klare Forderung.

Auto und Öffentlicher-Verkehr müssen getrennt werden

Will man eine Verbesserung der Situation erreichen die merkliche Vorteile hat, so müssen der öffentliche Verkehr und der Privatverkehr von einander getrennt werden. Aufgrund von baulichen Restriktionen in der zweiten Dimension (Häußer begrenzen den Platz in die Seite) sind alternative Konzepte gefragt, die eine eigenständige Verkehrstrasse für den Öffentlichen-Verkehr ermöglichen.

An dieser Stelle wäre es einfach das in Graz so unpopuläre Wort der U-Bahn in den Mund zu nehmen. Es wäre aber kurzsichtig nicht auch andere Alternativen und Konzepte zu betrachten.

Die Ziele für die nächsten Jahre sollten dabei außer Diskussion stehen:

  • Schaffung von eigenständigen Trassen für den Öffentlichen-Verkehr
  • Effizienzsteigerung der Personenkapazitäten der Öffis
  • Reduktion des CO2-intensiven Individualverkehrs mit dem Auto
  • Belebung der Innenstadt und der städtischen Begegnungszonen

In den nächsten Wochen finden Sie hier immer wieder mal unterschiedliche Konzepte zur Verkehrssituation in Graz.

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